Würdiger Platz für 300 Jahre alten Bildstock
Segnung am 15. Mai 2017

Im Rahmen einer Maiandacht wurde am Montag, dem 15. Mai, um 15.30 Uhr das restaurierte Heiligenhäuschen an seinem neuen Standort bei der Zufahrt zum St. Elisabeth Wohn- und Pflegeheim von Pfarrer Wolfgang Fabian eingeweiht.

„Anno 1700 hat Conradus Leifert dises Heiligenhaus zu der Ehren Gotes verfeertigen lasen.“ Mit diesen Worten verzeichnet die Inschrift auf dem Sockel des Bildstocks die Jahreszahl und den Stifter. Wer sich den schmucken Bildstock mitsamt der Inschrift und einem Bildnis der Mutter Gottes mit Jesuskind anschauen möchte, muss in den Eingangsbereich des St. Elisabeth Wohn- und Pflegeheim spazieren, denn an diesem Standort hat das Heiligenhäuschen jetzt einen neuen Platz gefunden. Früher stand es ebenfalls auf dem Gelände des einstigen Krankenhauses, allerdings in dem Bereich zur Schützenstraße hin. An dieser Stelle war der Bildstock auch stets eine Station der Pankratiusprozession, berichtet Burkhard Keseberg, der Leiter des Wohn- und Pflegeheims. Dass das Heiligenhäuschen mit dem markanten Giebel und in Stein gehauenem Zierrat wieder aufgestellt wurde, ist vor allem auch dem zähen Engagement von Margret Abel zu verdanken. Ihre Schwester Annemarie Brune war 40 Jahren in kirchlichem Dienst als Leiterin des Elisabeth-Krankenhauses und nach der Umwandlung des Elisabeth-Senioren. Gemeinsam haben die beiden Schwestern sich gern die historischen Gegenstände und Kunstwerke des Elisabethhauses vor Augen geführt. Daher ist es Margret Abel stets ein Anliegen gewesen, dass die alten Schätzchen, die ihrer Schwester so am Herzen lagen, erhalten bleiben. „Dienstags beim Waffelcafé hab’ ich immer gefragt: Wie weit sind wir denn...“ – „Fertig!“, heißt die Antwort im Fall des Bildstocks. 

Burkhard Keseberg: „Uns war es natürlich ein Anliegen, dass das Heiligenhaus einen würdigen Platz hat.“ So könne der Bildstock vielleicht auch mal für ein stilles Gebet genutzt werden. Das Umfeld, das nach einem Pflanzplan von Werner Leifert gestaltet wurde, soll daher eventuell noch um eine Sitzmöglichkeit ergänzt werden. Auch als Station bei den Prozessionen böte das Heiligenhäuschen sich an.

Der mehr als 300 Jahre alte Bildstock wurde in den 1950er Jahren durch den heimischen Künstler Wilhelm Winkelmann schon einmal aufgearbeitet. Vermutlich wurde seinerzeit auch die Bronzeplatte mit der Mariendarstellung eingepasst. 

Vor der Aufstellung am jetzigen Standort hat Steinmetz Markus Madeia den Bildstock erneut gründlich gereinigt und überarbeitet. Begeistert berichtet er, dass auch das Eisengitter noch als Original aus der Zeit um 1700 erhalten ist. Die Kosten für die Restaurierung und Aufstellung sowie die Gestaltung des Platzes rund um den Bildstock hat der Hospitalverbund übernommen. Unterstützend hat zudem der Heimatverein Möhnesee mitgewirkt, dem der Erhalt der vielen Bildstöcke in der Gemeinde wichtig ist. Diese Aufgabe, für die sich jahrelang der inzwischen verstorbene Karl Drees eingesetzt hat, wird deshalb von mehreren Mitgliedern des Vereins fortgesetzt, so die Vorsitzende Cornelia Lahme. Eigentümer von Heiligenhäuschen, die Hilfe beim Erhalt dieser Kunstwerke benötigen können sich an den Heimatverein wenden.

Quelle: Soester Anzeiger


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