Kirchliche Stellungnahmen
zum Thema "Ehe für alle"

 Kardinal Marx zur Debatte um die „Ehe für alle“

Zur aktuell in der Öffentlichkeit geführten Debatte um die Einführung der „Ehe für alle“ erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx:

 „Die Deutsche Bischofskonferenz betont, dass die Ehe – nicht nur aus christlicher Überzeugung – die Lebens- und Liebesgemeinschaft von Frau und Mann als prinzipiell lebenslange Verbindung mit der grundsätzlichen Offenheit für die Weitergabe von Leben ist.
 

Wir sind der Auffassung, dass der Staat auch weiterhin die Ehe in dieser Form schützen und fördern muss. Wir bedauern, wenn dieser Ehebegriff aufgelöst werden soll und damit die christliche Auffassung von Ehe und das staatliche Konzept weiter auseinandergehen. Es ist auch wegen der von vielen Seiten geäußerten erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken völlig unangemessen, eine solche gesellschaftspolitische Grundentscheidung in diesem überstürzten Verfahren zu fällen.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat in ihren Stellungnahmen zum Lebenspartnerschaftsrecht betont, dass es ein Missverständnis wäre, die hervorgehobene Rechtsstellung der Ehe und ihren bleibenden besonderen Schutz als Diskriminierung homosexuell veranlagter Männer und Frauen zu verstehen.“

Marx setzt bei "Ehe für alle" auf Bundesverfassungsgericht

Rechtliche Bedenken

Das letzte Wort zur "Ehe für alle" scheint noch nicht gesprochen. Nun plädiert auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf eine weitere Erörterung am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Beim Jahresempfang der Erzdiözese München und Freising verwies Marx am Mittwochabend auf die Bundestagsrede von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2011. Darin habe das damalige Kirchenoberhaupt daran erinnert, dass es auch in einem demokratischen Rechtsstaat Bezugspunkte gebe, "die nicht von einer Mehrheit entschieden werden können", "die man nicht dem sogenannten gesellschaftlichen Fortschritt überlassen kann". Letzteres möge meist richtig sein, aber eben nicht immer.

Kirche will sich weiter einmischen

Marx kündigte an, die Kirche werde sich weiter in politischen Streitfragen zu Wort melden, auch wenn ihre Position "manchmal sperrig" sei und dem Zeitgeist widerspreche. Andererseits verstehe er die Kirche als "Zeichen der Hoffnung". Es sei nicht ihre Aufgabe, "immer am Wegesrand zu stehen, zu lamentieren und den Menschen zu erklären, was sie alles falsch machen".


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