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Ich bin ein Völlinghausener
Verabschiedung von von Father Thomas Barungi

 Niemals geht man so ganz: Thomas Barungi, der nach vier Jahren als Pfarrer am Möhnesee für ein halbes Jahr nach Uganda zurückkehrt, hat noch einen Besuch offen: Den Abschluss seines Studiums

will er mit "seinen" Völlinghausern feiern – demnächst. Die Besucher beim Abschiedsgottesdienst gestern Vormittag in der Sankt-Luzia-Kirche quittierten das mit langem, deutlichen Applaus: Den Pfarrer aus Afrika haben sie von Anfang an tief ins Herz geschlossen, und der bedankte sich mit diesem Bekenntnis: "Ich bin ein Völlinghauser." Wieder Applaus. Für ein halbes Jahr werde er in seine Heimat Uganda zurückkehren, sagte Barungi. Kraft wolle er schöpfen, sich erholen: Ein Schlaganfall bremste den Elan des als überaus engagiert gelobten Seelsorgers und brachte auch seine Zeitplanung aus dem Tritt: Sein Studium der Kirchenmusik wird er erst demnächst abschließen können. Trotz allem, so unterstrich Thomas Barungi, blicke er zurück auf eine erfüllte und erfolgreiche Zeit. Beeindruckt sei er gewesen von der funktionierenden Ökumene vor Ort: Dass während der Renovierung der Pfarrkirche die katholischen Gottesdienste völlig unkompliziert bei den evangelischen Mitbrüdern gefeiert werden durfte, diese
Erfahrung nehme er als besonderen Reichtum mit nach Uganda. „Dort wäre es noch heute unmöglich, dass ein katholischer Priester in einer anglikanischen Kirche Gottesdienst feiert“, sagte Barungi mit Dank an Pfarrer Sadrak Djiokou von der evangelischen Möhne-Kirchengemeinde. Barungis soziale Projekte in Uganda sollen weiter unterstützt werden: Schon bald werde sich ein gemeinnütziger Verein gründen, kündigte der scheidende Pfarrer an. Pfarradministrator Wolfgang Fabian dankte Thomas Barungi, überreichte einen Bildband aus dem Paderborner und dem Sauerland. Jutta Ebbert vom Pfarrgemeinderat sagte ebenso Dank: Thomas Barungi habe mit afrikanischem Trommelzauber, seinem Lieblingslied "„Asanté“" und überhaupt mit seiner Fröhlichkeit ein Stück Weltkirche nach Völlinghausen gebracht.
"Möge die Straße uns zusammenführen", sang die Gemeinde zum Abschied einen alten irischen Reisegruß: –Thomas Barungi war sichtlich gerührt. Nach dem Gottesdienst lud der Gemeindeausschuss zum geselligen Teil in die Schützenhalle am Heidberg ein.



Bild und Text T. Brüggestraße


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