Gebete und Impulse
aus dem Pastoralen Raum Soest

 

Auf der Seite der Abtei Königsmünster können Sie eine virtuelle Kerze entzünden! Wir nehmen Ihre Anliegen mit in unser Gebet!

Hier klicken!

 

Füreinander-Dasein und christliches Zeugnis der Hoffnung       

Da wir momentan keine öffentlichen Gottesdienste feiern können, möchten wir auf diese Weise  mit Ihnen allen verbunden bleiben. Wir veröffentlichen hier Gebete und Impulse für diese Krisenzeit und erleben die Fastenzeit, Umkehr und Neuorientierung in diesem Jahr auf eine ganz eigene Weise.

 

02.04.2020 Impuls zum Donnerstag der 5. Fastenwoche (Gen 1a.3-9 / Joh 8,51-59) P.Cornelius OSB - Bitte klicken!

01.04.2020 Impuls zum Mittwoch der 5. Fastenwoche (Dan 3,14-21.49.91-92.95 / Joh 8,31-42) P.Cornelius OSB - Bitte klicken!

31.03.2020 Impuls zum Dienstag der 5. Fastenwoche (Num 21,4-9 / Joh 8,21-30) - P.Cornelius OSB - Bitte klicken!

29.03.2020 Predigt zum 5. Fastensonntag - Pastor Eilebrecht - Bitte klicken!

22.03.2020 Predigt zum 4. Fastensonntag - Pfarrer Uwe van Raay - Bitte klicken!

 

 

 

 

Unsere Gottesdienste / die ökumenische Aktion /  und unsere Glocken-Läuteordnung:

Landesweit wird in den meisten Kirchen in NRW zunächst bis Gründonnerstag an jedem Abend um 19.30h für 5 Minuten ein besonderes Gebetsläuten zu hören sein.

Es lädt die Menschen ein, den Tag geistlich ausklingen zu lassen und innezuhalten – still zu werden und zu beten.

Weil das Läuten aller Glocken mit freudig festlichen Anlässen verbunden ist, und daher zur aktuellen Lebenslage nicht passt, werden bewusst nur die 2 größten und tiefsten Glocken des Geläutes erklingen.

Traditionell läuten wir samstags um 17.00h den Sonntag ein.

Darüber hinaus werden unsere Glocken im gesamten Pastoralen Raum Soest  für die ab Sonntag gestreamten Gottesdienste für unsere Gemeinden läuten, wenn unsere Priester stellvertretend für alle die heilige Messe feiern. Dazu sind Sie dann über unsere Internetseiten (Homepage) herzlich eingeladen, die Messen mitzufeiern. Aus diesem Grunde werden darum auch unsere Glocken vorrübergehend anders läuten, als Sie es gewohnt sind:

Für die Sonntagsmesse um 11.00h läutet es um 10.45h; für die Werktage, an denen täglich von Montag bis Freitag um 18.00h die Messe gefeiert wird, läutet es um 17.45h und für die Messe am Samstag, die um 9.00h gefeiert wird, läutet es um 8.45h.

Auf diesen Weise können wir alle miteinander und beieinander bleiben.

Wenn Sie Gebetsanliegen haben, senden Sie diese über kontakt@pr-soest.de ins Büro – und vielleicht auch ein Foto von sich, dass wir dann mit in die Gottesdienste nehmen können. Wenn wir in Ihren Anliegen eine Kerze für Sie entzünden sollen, dann geben Sie das bitte auch einfach mit an.

Bleiben Sie behütet!

Ihre Seelsorger im PR Soest

 

#Tragseil                                                                                        

 

   Glaube verbindet/ Kirche trägt/ Gott hält

   – tägliche Gedanken zum Durchhalten, Aufatmen, Hoffnung behalten

 

    Bild von aatlas auf Pixabay

 

Liebe Menschen im Pastoralen Raum Soest, 

hier warten auf Sie eine Reihe von Impulsen, die Ihnen während der Coronakrise, Hilfestellung und Ermutigung sein sollen. Einige Seelsorger/innen aus dem Pastoralen Team werden von Montag bis Freitag ihre individuellen Gedanken in dieser so herausfordernden Zeit mit Ihnen teilen. Sollten Sie zu den Texten Gesprächsbedarf haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme, die jeweiligen Daten dazu finden Sie unter jedem einzelnen Denkanstoß.

Wir sind für Sie da!

Ihre Impulsgeber / Impulsgeberinnen

 

 

#Tragseil - Fr. 03.04.2020 - #SturmstillungOderAnders

# DieRuheNachDemSturm 


Bild entnommen bei pixabay.de, Rubrik: „Kostenlose Bilder zum Thema Wellen“

Corona, wie lange sind wir Menschen jetzt eigentlich schon mit dir unterwegs?

Wann bist du erstmals aufgetaucht? Ich meine, erste vage Anzeichen kamen Ende Dezember aus China. In der Millionenstadt Wuhan begannst du, dein Unwesen zu treiben: Weit weg von Europa, Deutschland, dem Kreis Soest, so weit weg wie die verheerenden Buschbrände in Australien Anfang des Jahres, genauso entfernt wie das Hochwasser in Venedig im Februar und die darauffolgende Flüchtlingskatastrophe vor den Toren Europas.

Doch plötzlich bist du in Lichtgeschwindigkeit auf uns zugerast, mit voller Wucht prallst du in unser Leben, was bisher scheinbar so planmäßig verlief. Du bist nicht mehr weit weg, sondern mitten unter uns. Keiner kann mehr verdrängen oder sagen: „Es betrifft mich nicht.“ Spürbar erkennen wir dich an den täglich steigenden Zahlen von Infizierten und Toten in Deutschland, die die Johns-Hopkins-Universität und das Robert-Koch-Institut veröffentlichen, an Kindergarten- sowie Schulschließungen, an Kontaktsperren, an irrationalen Hamsterkäufen von Mehl und Klopapier, den Gesichtsmasken, die immer mehr Menschen beim Einkauf tragen… Du bist da, vergleichbar wie Sturmwellen auf hoher See, die unaufhaltsam über uns hinweg fegen und uns Angst machen.

Und in dieser Furchtsituation, liebe Leser/innen, erscheint eine Szene aus dem Markusevangelium vor meinen Augen. Während Jesus und seine Jünger in einem Boot den See Genezareth überqueren, bricht ein heftiger Sturm über ihnen los. Die Wellen peitschen unaufhörlich, das Wasser steht ihnen quasi bis zum Hals. Während die Jünger Todesangst erleben, schläft Jesus friedlich. Auf den ersten Blick unfassbar. In einem Anflug emotionaler Empörung mag ich diesem Jesus am liebsten entgegen schreien: „Obwohl der Kahn zu kentern droht und deine Gefährten in Not sind, bettest du dein Haupt auf Kissen!?“ Schalte ich jedoch meinen Verstand ein, zeigt das Verhalten Jesu auf dem zweiten Blick noch etwas anderes auf: Gelassenheit und Gottvertrauen können in turbulenten Zeiten Anker sein. Wenn im Außen alles zu zerbrechen scheint, kann ein ruhiges Inneres Halt und Trost schenken. Das umzusetzen, ist nicht einfach, aber mit Gottes Hilfe machbar. Das bestätigt sich letztendlich auch darin, dass Jesus mir nichts dir nichts die Naturgewalten in die Schranken weist, nachdem er auf dem sinkenden Schiff vorwurfsvoll von den Seinen geweckt wird.

Von daher vertrauen wir darauf: Sie wird kommen, die Ruhe nach dem Sturm!

Das ist so sicher wie der Tag nach der Nacht, wie der Frühling nach dem Winter, wie das Amen in der Kirche.

Bis dahin wünsche ich uns von Herzen, dass wir den im Boot schlafenden Jesus im Blick behalten, denn er möchte unsere inneren Stürme stillen. Dass wir ihm unsere Sorgen, Nöte und Wege anvertrauen und mit ihm als unserem Krisenmanager durch diese ungewissen Tage gehen. Auf ihn ist Verlass, denn er ruft uns immer wieder zu: „Fürchtet euch nicht!“

Ihre Ute Paschedag

Gemeindeassistentin im Pastoralen Raum Soest

 Zu erreichen unter: Telefon 02921/6710672 oder eMail ute.paschedag@pr-soest.de

 

#Tragseil - Do 02.04.2020 - Alles wird gut! 

  (c) privat

Andrà tutto bene – alles wird gut!
In diesen Tagen des Kontaktverbots bin ich froh, dass wir zwei Hunde haben, mit denen ich regelmäßig rausgehen darf. Bei einem Spaziergang ist mir nun aufgefallen, dass in einigen Fenstern selbstgemalte Bilder hängen. Darauf zu sehen ist ein Regenbogen und dazu die Worte „Alles wird gut“. Die Idee dieser Bilder stammt aus Italien, wo zuerst solche mutmachenden Botschaften aufgetaucht sind. Wenn die Menschen sich allabendlich auf den Balkonen sahen, hielten einige Bilder und Banner mit dieser Botschaft hoch. Alles wird gut!

Wird alles denn gut? Mir fällt dazu eine Geschichte ein von Elmar, dem bunt karierten Elefanten: Der Regenbogen hat seine Farben verloren und Elmar will ihm helfen. So macht er sich auf die Suche nach der Stelle, an der der Regenbogen die Erde berührt. Schließlich findet Elmar die Stelle, an der der Regenbogen farblos in den Himmel steigt. Elmar, der bunt karierte Elefant, leiht dem Regenbogen seine Farbe und siehe da, der Regenbogen leuchtet wieder ganz bunt und alle Tiere sind froh und danken Elmar. (Quelle: Elmar rettet den Regenbogen von David McKee)

Auch in unserer derzeitigen Ausnahmesituation habe ich manchmal das Gefühl, dass der Regenbogen, das Zeichen der Hoffnung, seine Farben verloren hat. Und da ist es ein wunderschönes Zeichen, wenn Kinder durch ihre bunten Bilder zu Hoffnungsträgern werden.
Auch im übertragenen Sinne. Ich denke an die schönen Botschaften, die sie momentan an ihre Omas und Opas über die Medien schicken, weil sie sie nicht besuchen dürfen. Diese Gesten tun gut.
Und schließlich denke ich an den Regenbogen als Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen. In Genesis 9,13 lesen wir: „Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.“ Und weiter bei Genesis 9,17: „Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe.“
Dieser Bund hat Bestand und soll uns stärken in unserer Not. Nein, Gott hat nicht damit gemeint, dass er uns vor allen Schicksalen bewahren wird, das wäre zu naiv gedacht. Gott hat uns zugesagt: «Ich bin der ‹Ich-bin-da›». (Vgl. Exodus 3,14, Mose am Dornbusch in der alten Einheitsübersetzung formuliert). Ich halte mit dir aus, wenn das Leben dunkel und schlimm ist. Ich halte aus, wenn du es nicht mehr aushalten kannst. Ich halte aus, damit du das Licht am Ende des Tunnels nicht vergisst. So ein Regenbogen soll uns immer wieder daran erinnern.
Und wenn wir den Regenbogen nicht am Himmel sehen, so können wir es doch vielleicht wie die Kinder machen und auch selbst zu Hoffnungsträgern werden. Ein Regenbogenbild malen ist da eine schöne Übung. Aber im übertragenen Sinne können wir versuchen, Menschen in unserem Umfeld mit Zuversicht und Hoffnung zu unterstützen; also zu leuchten, so wie die Farben des Regenbogens, leuchten in der Gewissheit, dass Gott mit uns diesen Bund geschlossen hat. Glauben wir daran: Andrà tutto bene, alles wird gut!

 

 

© 2020 Pastoralverbund Soest
Ihre Sonja Rudolph, Klinikseelsorgerin und Gemeindereferentin zu erreichen über E-Mail sonja.rudolph@pr-soest.de

 

#Tragseil - Mi 01.04.2020  

Guck mal, wer da vor dem Pfarrbüro auf die Sekretärin wartet! 😊 😊 😊

Viele Nachrichten erreichen uns gerade über WhatsApp, per Email. Schöne Gedanken, Segenswünsche – mal gesprochener, mal musikalischer Herkunft, einfache Nachfragen: Geht es dir auch gut? Und zwischen all‘ diesen netten Grüßen war eben auch dieses Bild, mit dem entsprechenden Kommentar dazu.
Zugeschickt bekam ich es in der letzten Woche am Donnerstagmorgen von einer unserer Ehrenamtlichen. Die Aufnahme zeigt das Pfarrheim Ostinghausen. Normalerweise würde hier die Sekretärin an diesem Vormittag ihre Besucherinnen und Besucher empfangen…

Warum ich Ihnen gerade dieses Foto heute mit auf den Weg gebe?

Haben Sie schon in den Kalender geschaut? Es ist der 1. April. Oh ja, da war doch was…

Mit fröhlichen Scherzen schickt man an diesem besonderen Datum nach „altem Brauch“ Menschen in den Tag. In der Regel haben Kinder und Erwachsene gleichermaßen ihren Spaß daran. Es geht ja zumeist um kleine Schelmereien und Neckereien. Oft schicken wir die Leute in den April, die wir mögen, die uns am Herzen liegen…

Wie sieht es nun aus mit der Freude in der Bibel? Es lassen sich mehrere Stellen finden, herausgesucht habe ich für Sie einen Vers, den Sie vermutlich schon kennen:

12 Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!

Dieser Aufruf ist dem 12. Kapitel des Römerbriefes entnommen. Er ist Teil eines Abschnittes, der in unserer Einheitsübersetzung die Überschrift trägt: „Ethische und religiöse Verhaltensregeln für den Alltag“. Paulus überliefert in diesem Text verschiedene Vorgaben für den Umgang mit den Mitmenschen: Freude und Leid sollen geteilt werden, das Gute gesucht, der Friede gehalten werden u.s.w.
Gerade diesen 12. Vers fand ich für unsere Zeit passend. In diesen Wochen beten viele von uns in besonderer Weise, verfolgen unseren Live-Stream aus St. Patrokli, reichen im Pfarrbüro ihre Anliegen ein. „Geduld“ – das wird von uns allen momentan stark eingefordert: Wann kommt der Alltag (endlich) zurück? Aber am Beginn steht die Freude. Diese Freude wünsche ich Ihnen trotz und gerade in dieser Zeit.

Bleiben Sie gesund – behütet – aber auch fröhlich!

     Ihre Felicitas Hecker, Gemeindereferentin im PR Soest
Zu erreichen über Mail: felicitas.hecker@pr-soest.de oder Tel.: 02921 / 53614

 

 Aufstieg zum Gipfel

 

 

  „Tragseil“, so haben wir die Reihe unserer täglichen Impulse überschrieben.

Ein Seil, das trägt – uns selbst und andere – festgemacht an einem Karabiner in der Felswand, oder gehalten von anderen Menschen.

Was trägt mich in diesen Tagen? Was hilft mir hinüber?

Eine Situation kommt mir in Erinnerung. Meine Frau Angelika und ich waren in der Alpenhauptkette zu einer Gipfelbesteigung unterwegs. Auf den 3.666 m hohen Großvenediger. Mit einem Führer, denn die Menschen im Tal sagten: „Schwierig ist er nicht, der Venediger, aber Spalten hat der Gletscher und wenn du die nicht kennst…“

Tatsächlich war er nicht schwer, schon vormittags standen wir auf dem Gipfel und sahen den größten Teil der Welt unter uns.

Dann ging es zum Abstieg. Wieder angeseilt. Wieder auf der Spur, die, wie uns der Bergführer erklärte, ständig von den Bergführer neu gelegt würde, weil sich die Spalten schnell verändern. Irgendwann überholte uns eine Drei-Mann-Seilschaft. Keine drei Meter zogen sie rechts an uns vorbei.

Und plötzlich geschah es. Der Mann in der Mitte brach ein. In Sekundenschnelle war er bis zu den Achseln in einem Loch verschwunden. Seine Kameraden waren offensichtlich geübt. Sofort hatten sie sich gegen den Zug gestemmt. Mit aller Kraft konnten sie  ihren Freund so halten. Kurze Zeit später hatten sie ihn wieder aus der Spalte gezogen.

Sie hatten ihn getragen – hinübergetragen. Über die Spalte, die vorher absolut nicht zu erkennen gewesen war.

Was trägt mich?
Zunächst braucht es vernünftige Ausrüstung. Die „Basics“ müssen stimmen. Am Berg sind das Schuhe, Steigeisen, Anseilgeschirr; in unserem Leben sind das Wohnung, Essen, Kleidung, und Gehalt. Wer sich um seine Existenz Sorgen machen muss, hat kaum für etwas anderes Zeit. Das braucht es zuerst.

Aber dann brauchen wir auch Menschen. Menschen, die den Weg kennen und Menschen, die uns halten. Gott sei Dank gibt es im Moment wirklich viele davon: die Pfleger, die Ärzte, die Verkäufer, die Menschen, die für andere einkaufen – ja und auch die, die für andere beten.

Und schließlich tut uns Menschen auch Vertrauen gut. Vertrauen darauf, dass wir gehalten werden. Von unseren Mitmenschen und von Gott.

Der Gott, an den wir glauben, hat das Leid nicht aus der Welt genommen. Er hat es selbst erlebt – hat es selbst ertragen. SO ist er einer von uns. Ist bei uns. Weil er unser Schicksal kennt und in den anderen Menschen, die mit uns gehen.

Er ist das Seil, das unsere menschliche Seilschaft verbindet. Das „Trag – Seil“. Nur: spannen und auf Zug halten – das ist unsere Aufgabe.

Andreas Krüger 

 

 

Ihr Andreas Krüger, Gemeindereferent im PR Soest

Zu erreichen über Mail: andreas.krueger@pr-soest.de oder Tel. 02921 3690388

 

#Tragseil - Mo 30.03.2020 - Farbenvielfalt