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Einmal über den Tellerrand gucken
Nils Haveresch wird er ein Jahr in Sambia leben und arbeiten

Keine einzige Wolke, Regenwahrscheinlichkeit null Prozent
„So sieht das seit Wochen aus. Keine einzige Wolke, Regenwahrscheinlichkeit null Prozent“, zeigt Nils Haveresch und fährt über den Bildschirm seines Smartphones. Auf dem Display hat er nicht die Wetterprognose für den Kreis Soest, sondern für Mpulungu aufgerufen. Die Stadt am Tanganjikasee wird ab nächster Woche sein Wohnort sein. Nils Haveresch traut sich was: Mit dem Abitur in der Tasche wird er ein Jahr in Afrika leben und arbeiten. Mpulungu im Norden Sambias, in der Provinz Kasama ist sein Ziel. Beworben hat er sich bei der Organisation „mundus Eine Welt e.V.“, die mit der KLJB
Nils Haveresch
Paderborn zusammenarbeitet und ihn aufgenommen hat. Ermöglicht wurde ihm der Schritt über die Landesgrenzen zudem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Dieses bietet seit einigen Jahren das Programm „weltwärts“ an und schickt junge Menschen um den Globus. Einen solchen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst macht auch Nils Haveresch. Er wird gleichzeitig vom Erzbistum Paderborn gefördert, das ihn mit dem Programm „Missionar auf Zeit“ (MaZ) unterstützt. Der 20-jährige Möhneseer reist darum sowohl als Freiwilliger als auch als Missionar nach Sambia, an die St. Maximilian Kolbe Pre-School. In der Schule kann er beim Unterricht mithelfen und sich in das vielfältige Nachmittagsprogramm einbringen: Theater, Debattenrunden, Kunst- und Sportclubs warten auf ihn und seine Muskelkraft könnte beim Schulklassenbau gefragt sein.
Am meisten freut er sich jedoch auf die fremde Kultur, die ihn erwartet. „Die lebensfrohen Menschen und dass ich viele Erfahrungen sammle.“ Das sei auch sein Ziel, viele Freundschaften zu gewinnen und mit schönen Erinnerungen zurückzukehren. Dazu hat er sich bereits die ersten Vokabeln der regionalen Sprache „Bemba“ eingeprägt. Sein Dienst ist absichtlich als „Lerndienst“ überschrieben. „Wir wollen mitwirken und uns einbringen statt viel zu verändern. Es geht darum, zu verstehen, dass andere Menschen eben einfach anders sind.“
Als Sternsinger und Messdienerleiter hat der junge Globetrotter sich schon immer in seiner Gemeinde engagiert und die Partnerdiozöse Kasama unterstützt. Ebenso stand lange fest, dass er nach dem Abitur ins Ausland wollte, „einmal über den Tellerrand gucken“.
Seine Eltern lassen ihren Sohn voll Stolz ziehen. „Meine Mama hofft, dass ich dort vernünftig werde“, scherzt Nils. Vermissen wird er vor allem seine Freunde und als Körbecker Jung natürlich den Karneval. „Es könnte auch irgendwann die Situation kommen, dass mir die deutsche Pünktlichkeit und Gründlichkeit fehlt.“
Mit der hat er zuvor aber noch zu kämpfen. Denn obwohl er seit November zahlreiche Vorbereitungsseminare hatte, scheint die Aufgabenliste kein Ende zu nehmen. Auf der Liste steht neben Geld umtauschen und Reiseapotheke einpacken auch: Aussendungsgottesdienst. Der war  am Sonntag ab 11 Uhr in der „Kirche am See“ in Körbecke. Dan gab es den Reisesegen für Nils Haveresch, einen 20-jährigen Möhneseer, der aufbricht ins Land der Sonne: „Keine einzige Wolke, Regenwahrscheinlichkeit null Prozent.“
 
Infobox:
Wer den jungen Weltenbummler oder die Organisation „mundus Eine Welt e.V.“ finanziell unterstützen möchte, kann gerne spenden.
 
Mundus Eine Welt e.V.
Bank für Kirche und Caritas, Paderborn
BLZ: 472 603 07
Kontonr.: 14 500 700
(Verwendungszweck „Nils Haveresch“ oder „Projekt Nils Haveresch“)
Die Kollekte am morgigen Sonntag kommt bereits dem Projekt zu Gute.
 
Bei Fragen ist Nils Haveresch unter nilshaveresch@gmail.com zu erreichen. Er wird zudem einen Blog mit aktuellen Informationen einrichten.
 
 Text und Bild M. Eickhoff
 

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