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Priesterjubiläum von Pastor Monsignore Ullrich Auffenberg

Nein, übers Wasser könne er noch nicht gehen, schmunzelte Monsignore Ullrich Auffenberg belustigt: Dass er schon fast wie ein Popstar gefeiert werde, wenn er zum Gottesdienst unter der beliebten Eiche
im Kurpark einziehe, das sei ihm durchaus ein wenig unangenehm. Um die Sache Jesu gehe es ihm, wenn er unter die Leute gehe. Um Zeit gehe es ihm, um ein friedvolles, ein fröhliches, ein unbeschwertes Miteinander der Menschen, um eine unbeschwerte Art des Umgangs miteinander – über alle Grenzen hinweg. Auch um eine andere Art, wie Kirche auf die Menschen zugehe.
Das Konzept hat er vom Sorpesee mitgebracht, und in idyllischer Lage direkt am Möhnestrand wird die Wiese rund um die Eiche schon fast wieder zu klein, um alle Fans der von vielen Ehrenamtlichen arbeitsteilig und inhaltlich mitgetragenen Gottesdienstreihe aufzunehmen. Geschätzte 1500 Menschen sollen es gewesen sein, die gestern einen besonderen Gottesdienst mit dem beliebten Pfarrer feierten: Am Freitag feierte er Geburtstag, wurde 65. Auch das machte ihn nachdenklich: Dass man älter werden kann, dafür aber nicht "von gestern" sein müsse, wie Auffenberg schmunzelnd anmerkte, bewies der Zuspruch zum Gottesdienst einmal
mehr. Gleichzeitig feierte der Monsignore sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Der exakte Termin wäre im Dezember, da ist Auffenberg aber zu einer Einkehrwoche unterwegs. Um Dank ging es inhaltlich, um Dank für geschenkte Zeit, was mit Blick auf die vielen helfenden Hände, die für den anhaltenden Erfolg von "Kirche am See" ebenso gilt wie für die Zeit, die der Seelsorger für viele persönliche Gespräche, für Zuwendung, für das Anstoßen und Abarbeiten von Projekten aufwendet, Zeit, die ein jeder dem anderen freiwillig und in bester Absicht gönnt.
Bis weit in den Nachmittag hinein blieben die Menschen auch nach dem Gottesdienst in geselliger Runde beeinander. Großformatige Glückwunschkarten wurden unterschrieben, Ständchen von Blasmusik und Sangesfreunden aus der Gemeindearbeit wechselten sich immer wieder ab, aus dem Händeschütteln kam der Pfarrer kaum heraus: Jeder wollte an diesem ganz besonderen Tag ein kleines Pläuschchen mit dem Monsignore halten – immer wieder, um deutlich Danke zu sagen für die besondere Atmosphäre unter der Eiche. Die Besucher kamen wie so oft aus der ganzen Umgebung an den See. Wie berichtet, wird Ullrich Auffenberg noch bis Oktober für die Freiluftgottesdienste verantwortlich zeichnen. Dass die Gottesdienstreihe fortgesetzt werde, auch wenn er selber ganz zum Caritas-Verband nach Paderborn wechsele, daran bestehen für Auffenberg kaum Zweifel. Es gehe eigentlich nur noch darum, jemand Geeigneten zu finden, der weitermache, sagte der Monsignore im Anzeiger-Gespräch. Aus Paderborn vom Generalvikariat kämen jedenfalls deutlich positive Zeichen, nachdem die Menschen am See wie berichtet deutlich gemacht hätten, wie sehr sie eine Amtskirche wünschten, die ohne Pomp und Bürokratie viel näher an den Menschen sei – und eine zeitgemäßere Vermittlung einer ebenso alten wie einfachen Botschaft: "Friede sei mit Dir."
Text T. Brüggestraße Bilder Brüggestraße, Gockel

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